Pilgern nach Farben - die Farbe Rot

01.10.2026 |

Pilgern nach Farben, so hieß das Motto dieses Jahr beim Herbstpilgern von Bergheim nach Hepbach. Die Idee war, dass Farben uns anregen können, um über unser Leben und unseren Glauben nachzudenken.

Zum Beispiel die Farbe Rot. Sie kann uns an Feuer denen lassen, an Hitze, an Glut. Beim Blick in die Bibel zeigt sich, dass Gott dort mehrfach in der Gestalt eines Feuers erscheint. Zum Beispiel im Alten Testament, als Mose aus einem Feuer heraus Gottes Stimme hört. Und im Neuen Testament können wir lesen, wie sich an Pfingsten der Heilige Geist über die Freundinnen und Freunde Jesu ergießt. Da ist es, als ob Feuerzungen auf sie herabkommen.
 
Gott im Feuer, der Heilige Geist als Flamme - in diesen Bildern zeigt sich auf jeden Fall starke Energie. Energie, die sich übertragen kann, die etwas antreibt und bewegt, die verwandeln und verändern kann. Die Frage ist, wie können wir diese göttliche Energie anzapfen, wie kann sie uns erreichen?
 
Ich habe vor einigen Jahren einmal eine Kirche betreten, die war geschmückt für den bevorstehenden Firmgottesdienst. An der Decke waren über allen Sitzbänken Schnüre gespannt und daran große, rote Flammen aus Papier gehängt. Diesen Raum voller schwebender roter Flammen habe ich noch heute vor Augen. Es ist ein Bild, das mir sagt:
Gottes Kraft ist nicht weit weg, Gott möchte seine Kraft mit uns Menschen teilen, auch mit mir. Ich kann mich einfach unter diese Gotteskraft stellen und mich darauf verlassen, dass sie mich erreicht, dass sie mich belebt und stärkt für alles, was mich herausfordert, wofür ich Verantwortung trage, was an Aufgaben vor mir liegt.
 
Diese Gewissheit wünsche ich uns allen, ganz besonders auch den jungen Menschen, die in unserer Pfarrei auf dem Weg zur Firmung sind.
 
Ingrid Maile, Pastoralreferentin